Der Stürmer der Utah Mammoth, JJ Peterka, wurde offiziell in den Kader der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft für die Olympischen Winterspiele 2026 berufen. Für den gebürtigen Münchner, der am 14. Januar seinen 24. Geburtstag feiert, markiert das Turnier in Mailand und Cortina d’Ampezzo eine Premiere: Nach mehreren Einsätzen bei Weltmeisterschaften wird er im Februar erstmals auf olympischem Eis stehen.
Große Vorfreude auf das Zusammenspiel mit Draisaitl
Die Begeisterung bei Peterka ist spürbar groß. Nach dem entscheidenden Anruf von Bundestrainer und General Manager zeigte sich der Angreifer euphorisch: „Ich bin super gespannt darauf. Es ist ein tolles Gefühl und ich kann es kaum erwarten, mit den Jungs aus Deutschland zu spielen.“ Ein besonderes Highlight ist für ihn die Aussicht, erstmals gemeinsam mit Superstar Leon Draisaitl aufzulaufen.
Sportlich hat sich Peterka seinen Platz redlich verdient. In seiner ersten Saison bei den Utah Mammoth, zu denen er im Sommer von den Buffalo Sabres gewechselt war, konnte er bisher überzeugen. In 43 Saisonspielen verbuchte der Flügelstürmer 15 Tore und 14 Assists. Dass er nun den Bundesstaat Utah auf der olympischen Bühne vertreten darf, bezeichnete er als „cooles Gefühl“, besonders da er diesen Moment mit einigen seiner Teamkollegen teilen kann.
Mammoth-Profis im internationalen Einsatz
Peterka ist nämlich nicht der einzige Akteur der Utah Mammoth, der die Reise nach Italien antritt. Torhüter Karel Vejmelka steht im Aufgebot der tschechischen Nationalmannschaft, ebenso wie Verteidiger Olli Määttä. Besonders brisant wird das Turnier für den Kapitän der Mammoth, Clayton Keller. Er gibt sein Olympia-Debüt für das Team USA. Keller, der die vorangegangene Saison als zweitbester amerikanischer Vorlagengeber abschloss, beschrieb die Nominierung als das „beste Gefühl überhaupt“ und dankte dem US-Programm für seine Entwicklung.
Das Turnier beginnt für Deutschland am 12. Februar mit einer Partie gegen Dänemark. Bereits zwei Tage später, am 14. Februar, kommt es dann zum direkten Duell zwischen Peterka und seinem Kapitän Keller, wenn Deutschland auf die USA trifft. Vejmelka und die tschechische Auswahl müssen gleich zum Auftakt am 12. Februar gegen das stark besetzte Team Kanada ran.
Rückkehr der NHL-Stars: Ein starker deutscher Kader
Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) kann bei den Spielen in Mailand, bei denen erstmals seit 2014 wieder NHL-Spieler teilnehmen, auf eine prominente Besetzung zurückgreifen. Angeführt wird das Team von Leon Draisaitl (Edmonton Oilers). Der Kölner, der kürzlich als erster Deutscher die Marke von 1.000 NHL-Punkten durchbrach und bereits als wertvollster Spieler der Liga (MVP) ausgezeichnet wurde, gilt als unumstrittener Führungsspieler.
Neben Draisaitl und Peterka verstärken weitere Nordamerika-Legionäre die Offensive. Tim Stützle von den Ottawa Senators, der Deutschland bei der Junioren-WM 2021 erstmals in die K.o.-Runde führte, ist ebenso dabei wie Nico Sturm (Minnesota Wild), der 2022 mit Colorado den Stanley Cup gewann. Auch Lukas Reichel, der mittlerweile für die Vancouver Canucks aufläuft, und Wojciech Stachowiak (Syracuse) stehen im Kader. Josh Samanski (Bakersfield), der auch die kanadische Staatsbürgerschaft besitzt, komplettiert die Riege der in Nordamerika aktiven Spieler.
Erfahrung aus der heimischen Liga
Ergänzt wird das Team durch bewährte Kräfte aus europäischen Ligen. Dominik Kahun (Lausanne HC), Silbermedaillengewinner von 2018, bringt ebenso viel Erfahrung mit wie die DEL-Profis Tobias Rieder und Justin Schütz vom EHC Red Bull München. Auch die Adler Mannheim stellen mit Alexander Ehl und dem Rückkehrer Marc Michaelis wichtige Stützen für die Mannschaft. Deutschland hofft, mit dieser Mischung aus NHL-Stars und eingespielten Europapokal-Teilnehmern an die Erfolge der Vergangenheit anzuknüpfen – insbesondere an die Silbermedaille von Pyeongchang 2018.