Junge Unternehmen gemeinsam stärken

Junge Unternehmen gemeinsam stärken

Berlin (dpa) – Deutschland und Frankreich wollen junge, schnell wachsende Unternehmen in Europa halten und eine Abwanderung in die USA verhindern. Es gehe darum, bessere Bedingungen für junge Unternehmen zu schaffen, sagte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil bei einer Veranstaltung in Berlin, an der auch der französische Finanzminister Roland Lescure teilnahm. Junge Firmen müssten ausreichend an Kapital kommen und in der EU wachsen können. In einem Expertenbericht werden dazu konkrete Maßnahmen wie eine einheitliche EU-weite Unternehmensrechtsform vorgeschlagen. 

Berlin/Brüssel/Washington (dpa) – Deutschland und die übrigen betroffenen europäischen Staaten wollen von US-Präsident Donald Trump angekündigte Strafzölle im Grönland-Konflikt nicht hinnehmen. „Zolldrohungen untergraben die transatlantischen Beziehungen und bergen das Risiko einer Eskalation“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung Deutschlands mit Dänemark, Finnland, Frankreich, den Niederlanden, Norwegen, Schweden und Großbritannien. Man sei entschlossen, die eigene Souveränität zu wahren. 

Bundesaußenminister Johann Wadephul erwartet, dass das für die USA sehr günstige Zollabkommen mit der EU nun vorerst nicht vom Europaparlament ratifiziert wird. Auch Gegenzölle schloss Wadephul in der ARD nicht aus: Wenn die USA weitere Maßnahmen ergriffen, „dann wird es eine europäische Antwort geben müssen“. Es werde intensive Gespräche mit Washington geben. Insgesamt wären Zölle „die falsche Antwort zwischen Verbündeten“ und „Gift für das transatlantische Verhältnis“. 

Emden (dpa, d.de) – Für das Großmanöver „Steadfast Dart 26“ hat die Nato begonnen, Tausende Soldatinnen und Soldaten sowie Material und Militärfahrzeuge aus ganz Europa nach Deutschland zu verlegen. Die Bundesrepublik ist in den kommenden Wochen Gastgebernation des Großmanövers und zugleich Drehscheibe für den Umschlag. Neben Schiffstransporten sollen weitere Teile der „Allied Reaction Force“, einer schnellen Eingreiftruppe der Nato, mit Konvois über Land und Lufttransporten nach Deutschland kommen. 

„Steadfast Dart 26“ ist die größte Nato-Übung in diesem Jahr. Das Bündnis trainiert, Soldatinnen und Soldaten sowie Material und Fahrzeuge möglichst schnell und koordiniert innerhalb des Nato-Gebiets zu verlegen. So soll die Verteidigungsfähigkeit gegen Angriffe auf das Bündnisgebiet demonstriert werden. An der Übung nehmen rund 10.000 Soldatinnen und Soldaten aus elf Nato-Mitgliedsländern teil: Italien, Griechenland, Deutschland, Tschechien, Spanien, Litauen, Bulgarien, Türkei, Frankreich, Belgien und Großbritannien. Beteiligt sind Streitkräfte von Heer, Luftwaffe und Marine sowie Space- und Cyber-Einheiten.  

Das Großmanöver erstreckt über mehrere Standorte in Mitteleuropa, die wichtigsten Bestandteile sollen in Deutschland stattfinden. Als „Host Nation“ sorgt die Bundesrepublik für Verpflegung, Unterkünfte, Treibstoff, medizinische Versorgung, technische Unterstützung, Rechtsberatung und Bewachung der alliierten Truppen.